Familie Fuhrgassl-Huber

Ein Garant für Heurigenkultur

 

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v.l.n.r.: Renate, Sissi und Gatte, Ernst und Gerti, Gerti jun., Michaela und der Nachwuchs

Die Familie Huber betreibt seit Generationen Weinbau, Heurigenlokale und andere Gastronomie- und Hoteleriebetriebe in Wien. Bei uns finden Sie Qualität und Tradition vereint, egal ob Sie das Weingut Fuhrgassl-Huber, die 10er Marie oder den Heurigen Huber besuchen, in der Hauerkuchl schlemmen oder ein paar Tage im Landhaus Fuhrgassl-Huber verweilen.

Das Weingut Fuhrgassl-Huber, das Landhaus Fuhrgassl-Huber und die Hauerkuchl finden Sie in Neustift am Walde im 19. Bezirk.

Der Heurige 10er Marie und der Heurige Huber befindet sich in Ottakring (16. Bezirk).


Wien und Wein

Wien und Wein, das sind zwei Begriffe, die seit alters her innig miteinander verbunden sind, man könnte auch sagen, dass Wien und Wein, oder Wein und Wien, eigentlich nur durch eine Lautverschiebung getrennt sind. Wiens Böden, seine Lage und sein Klima, sind wie geschaffen für den Weinbau. Es ist die einzige Kulturstadt der Welt mit Weinbau. Hier wuchs schon in vor- und frühgeschichtlicher Zeit zuerst die wilde Wildrebe und später die Kulturrebe.

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Die Anfänge sind bei den Kelten und Illyrern (ab 500 v. Christi) zu suchen. Wien verdankt nicht den Römern seinen Weinbau. Sie verpflanzten lediglich die Edelreiser von Italien auf die vorkommenden, bodenständigen Unterlagen der Wild- und Kulturrebe. Kaiser Probus hob das damals geltende Anbauverbot der Weinreben auf und so wurden immer mehr Weinflächen bepflanzt. Wien hat heute rund 770 Hektar Weingartenfläche.

Die Stadt Wien ist im Westen, Norden und Süden von Weingärten umgeben. Der überwiegende Teil der Weingärten befindet sich an den Hängen des Kahlenberges und des Nussberges. Dort liegen auch die bekannten Weinorte: Nussdorf, Kahlenbergerdorf, Heiligenstadt, Grinzing, Sievering und Neustift am Walde. Weitere liegen am Fuße des Bisamberges am linken Donauufer die Weinbauorte Stammersdorf, Strebersdorf und Jedlersdorf. Im Süden gibt es die Weinorte Mauer, Rodaun, Atzgersdorf und Oberlaa.
Günstige Vorraussetzungen für ein gutes Wachstum der Rebe sind das warme, trockene, pannonische Klima und für manche Lagen zusätzlich der Donaustrom als Klimaregulator. Die Böden sind unterschiedlich. Sie reichen von muscheldurchsetzten Kalksteinverwitterungen (Nussberg und Kahlenberg) über Löss- und Braunerdeböden (Bisamberg) bis zu Schiefer und Ton-Mergel-Lagen.

Rund 95% der Weine werden über den Buschenschank verkauft, wobei der „Heurige“ (der Wein der letzten Ernte) den Hauptanteil ausmacht. Der „Heurige“ ist vorwiegend ein Gemischter Satz, die Trauben werden gemeinsam gelesen und gekeltert. Es ist ein erfrischender, fruchtiger, spritziger und bekömmlicher Wein. Lostag ist „Martini“ (11.11). Gemäß der Tradition der Buschenschankbetriebe wird er dann bis zum Martinitag des nächsten Jahres als Heuriger bezeichnet. Wenn dann der nächste Jahrgang an seine Stelle tritt, wird er zum Altwein.

Man muss beim Heurigen zwei Begriffe unterscheiden: Erstens versteht man darunter den Wein des letzten Jahrganges, andererseits aber den Buschenschankbetrieb selbst, wo Wein ausgeschenkt wird. Der Buschenschank oder Heurige stellt eine Verkaufsform des Weines dar, die in Österreich bereits seit Jahrhunderten üblich ist. Das Ausschenken von Eigenbauweinen und das gleichzeitige Ambiente eines dazupassenden Essens ist ein uraltes österreichisches Recht (13. Jahrhundert). Für die überwiegende Mehrheit der Wiener Weinhauer ist der Heurigenwein die Existenzgrundlage. Der im Wiener Bereich gewonnene Wein wird fast zur Gänze selbst vermarktet, er wird also im eigenen Betrieb gewissermaßen an Ort und Stelle glasweise verkauft. Nur selten wird man einen echten Heurigenwein außerhalb der Buschenschanken, etwa einer Weinhandlung, kaufen können. Was aber den Genuss des Heurigenweines so besonders steigert, ist die bereits erwähnte eigenartige, einmalige Atmosphäre des Heurigenlokals. Wenn der Wiener zum Heurigen geht, dann erwartet er eine ganz spezifische Stimmung, die außerhalb von Wien als wienerische Gemütlichkeit bezeichnet wird.

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Der Wiener Heurige

Der Wiener Heurige bietet eine Atmosphäre des Wohlbefindens, er schafft die Möglichkeit zum näheren Kennenlernen bis zur Verbrüderung. Der Wein wird beim Heurigen meist in einem Viertelliter-Henkelglas serviert. Dieses Henkelglas ist eigentlich wenig attraktiv und kann heute mit Weinkultur wohl kaum in Einklang gebracht werden. Und doch hatte dieses speziell für den Heurigen bestimmte Weinglas einst einen tieferen Sinn und durchaus seine Berechtigung. Denn in früheren Zeiten pflegte man zu einem Heurigenbesuch Speck, Wurst, Fleisch, Käse und Brot von daheim selbst mitzubringen. Beim Heurigen kaufte man in der Regel nur den Wein dazu. Und weil man diese Speisen meist mit Hilfe der Finger verspeiste und dazwischen immer wieder einen Schluck Wein trank, wurde ein gewöhnliches Weinglas schnell fettig und unappetitlich. Und das war der eigentliche Grund, weshalb speziell für den Heurigen das Weinglas mit Henkel geschaffen wurde, das heute aus einem Buschenschankbetrieb einfach nicht mehr wegzudenken ist.

Folgende Hinweise für einen echten Buschenschank (eigene Trauben aus Wien) sind: Der Buschenschankanzeiger ist ein Föhren-, Tannen oder Fichtenbusch beim Eingang und eine grüne Heurigentafel mit der Inschrift „Ausg´steckt “ und dem Namen des Besitzers, weiters ein Plakat über die seinerzeitige Josefisnische Zirkularverordnung mit Verleihungsnummer des Landesweinbauverbandes Wien. Das schon seit 1963 als Wiener Weinsiegel bekannte Gütezeichen wird ab 1989 als Schutzmarke „Original Wiener Heuriger“ verwendet. Wenn dieses Gütezeichen am Eingang eines Heurigen angebracht ist, dann wird damit bestätigt, dass hier ein echter Wiener Buschenschank seine eigenen Hauerweine ausschenkt. Bei diesen Zeichen wird bestätigt, dass ausschließlich Eigenbauweine im Buschenschank verkauft und keine fremden Weine zugekauft werden.

Zu einen gemütlichen Heurigenabend gehört auch die Schrammelmusik. Die Geburtsstunde der Schrammelmusik war das Jahr 1878 als sich die Brüder Schrammel mit Anton Strohmayer zunächst zu einem Terzett zusammenfanden und bei Heurigen auftraten. Sie bestand aus zwei Geigen einer Gitarre und einer Klarinette. Später wurde die Klarinette durch die Ziehharmonika ersetzt. Heute sind es zwar nicht mehr die Schrammeln, aber oft werden Sie bei einem Heurigen Musiker aufspielen hören.

Heuriger 10er Marie

Ottakringer Str. 222-224
1160 Wien

Tel:  ++43 (0) 1 489 46 47
Fax:  ++43 (0) 1 489 46 47-4
10ermarie@fuhrgassl-huber.at

Geöffnet:
Mo - Sa  15 - 24 Uhr
Sonntag  Ruhetag